"Seit wir konsequent eine Arbeitgebermarke aufbauen,
ist unser Recruiting wesentlich effektiver geworden."

Hartmut Bulling, Geschäftsführer Lifta Lift und Antrieb GmbH

Aus den Augen, aus dem Sinn? Tipps und Tricks, wie Sie ehemalige Mitarbeiter als Botschafter für Ihre Arbeitgebermarke gewinnen

Dass die Mitarbeiter Botschafter eines Unternehmens sind, liegt auf der Hand. Doch ganz nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" vergessen viele Verantwortliche, dass auch Ex-Mitarbeiter über ihre ehemaligen Arbeitgeber reden und so das Bild des Unternehmens bei potenziellen Bewerbern beeinflussen. Gerade Ex-Mitarbeiter gelten als besonders glaubwürdig. Doch werden Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen wollen oder in Krisenzeiten gar entlassen werden, positiv über ihren ehemaligen Arbeitgeber reden? Wir sagen ja! Wenn Sie einige Tipps zur richtigen Kommunikation beachten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Kommunikation mit ehemaligen Mitarbeitern beginnt bereits während der Beschäftigung im Unternehmen. Häufig können Mitarbeiter nicht genau in Worte fassen, was ihren Arbeitgeber besonders macht. Doch genau das ist nötig, wenn sie Botschafter für Ihre Arbeitgebermarke werden sollen. Vermitteln Sie ein klares Bild, was genau Sie als Arbeitgeber attraktiv macht und welche konkreten Arbeitgeberleistungen Sie bieten. Nicht einmal - sondern immer wieder. Egal ob bei Mitarbeiterveranstaltungen, in persönlichen Gesprächen oder in unternehmensinternen Medien. Das bleibt auch nach der Beschäftigung im Gedächtnis haften.

Reden ist Gold

Wenn Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheiden, reden Sie ausführlich mit ihnen! Nehmen Sie sich Zeit und erfragen Sie mit ehrlichem Interesse die Gründe für den Weggang und ihre Pläne für die Zukunft. Und vor allem: Danken Sie ihnen für die wertvolle Arbeit, die sie geleistet haben.

Sind Kündigungen, gerade in Krisenzeiten, unvermeidlich, gilt das umso mehr. Erläutern Sie noch einmal sachlich, weshalb Sie trotz großer Bemühungen keine andere Lösung finden konnten. Bieten Sie auch konkrete Hilfe an, zum Beispiel Unterstützung bei der Jobsuche - ein Trend, den HR-Experten Sanftes Outplacement nennen. Es ist zwar fraglich, ob die entlassenen Mitarbeiter dadurch gleich zu glühenden Markenbotschaftern für Ihr Unternehmen werden. Aber zumindest vermeiden Sie auf diese Weise, dass diese Ex-Mitarbeiter auf Jahre hinaus als Rufvernichter auftreten.

Bleiben Sie am Ball

Die Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen und die Kontaktdaten sind gelöscht - denn die werden jetzt ja nicht mehr gebraucht, oder? Wer so denkt, gerät bald in Vergessenheit und verbaut sich Chancen. Nutzen Sie diese Kontakte! Bauen Sie ein Netzwerk aus Ehemaligen auf und kommunizieren Sie in regelmäßigen Abständen mit ihnen, zum Beispiel in einem Newsletter oder laden Sie zum Ehemaligentreffen ein - und vergessen Sie die Geburtstage der Ex-Mitarbeiter nicht. So binden Sie Ehemalige weiter an Ihr Unternehmen. Und wetten, dass sie Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber weiterempfehlen, wenn sie auf Menschen in ihrem Umfeld treffen, die auf der Jobsuche sind?

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